Внутренняя Монголия · 内蒙古自治区
Handelsroute · Große Teestraße · Sutai-Tee · Ziegeltee · Jurte

Внутренняя Монголия

内蒙古自治区 · Nèi Měnggǔ

Wo der Hufschlag der Pferde mit dem Rauschen des Samowars verschmilzt

草原茶路

Die Innere Mongolei — der Gras-Korridor der Großen Teestraße, über den Shanxi-Händler zwei Jahrhunderte lang Wuyi-Tee über das Grenzstädtchen Kjachta nach Russland brachten. In der Steppe war Tee eine Währung: ein Ziegel = ein Schaf. Hier entsteht der Sutai-Tee (奶茶) — mongolischer Milchtee mit Salz und Hirse, die Grundlage der nomadischen Ernährung. Route: Hohhot mit dem Mausoleum Dschingis Khans → Wüste Kubuqi → die endlosen Steppen von Hailar → das Grenzstädtchen Manjur, wo Karawanen 200 Jahre lang Tee in russische Samoware verluden.

Tees dieser Gegend

Сутэй цай (молочный чай) 蒙古奶茶

Mongolischer Milchtee: Ziegeltee + Milch (Stuten- oder Kuhmilch) + Salz + Butter + geröstete Hirse. Wird im Kessel gekocht. Serviert mit Bortsoki (frittierten Krapfen) und Kurut (getrocknetem Quark). Kein Tag in der Jurte beginnt ohne Sutai-Tee.

Кирпичный чай Цинчжуань 青砖茶

Grüner Ziegel-Heicha aus Chibi (Hubei), speziell für die Steppenvölker hergestellt. Zu 1,5–2 kg schweren Ziegeln gepresst, überstand den Transport durch die Gobi. Ein Ziegel = ein Schaf im Tauschhandel.

Чай ламы 喇嘛茶

Milchtee tibetisch-buddhistischer Tradition in den Klöstern der Inneren Mongolei. Ohne Butter, mit Nelke und Kardamom. Wird Lamas und Pilgern in rituellen Bronzeschalen gereicht.

Route nach Tagen

  1. Дни 1–2

    Хух-Хото · Чингисхан 呼和浩特·成吉思汗陵

    Hauptstadt der Steppe · Sutai-Tee

    Hohhot (呼和浩特, „Grüne Stadt“) — Hauptstadt des Autonomen Gebiets. Museum der Inneren Mongolei — Ausstellung „Teestraße durch die Steppe“, Karten der Karawanenrouten von Shanxi → Kjachta. Mausoleum Dschingis Khans (成吉思汗陵) in Ordos — 1,5 Stunden Fahrt. Verkostung von Sutai-Tee in einem mongolischen Restaurant: mit Bortsoki, Räucherfleisch und Kurut. Der alte lamaistische Tempel Dazhao Si (大召寺) wurde 1580 gegründet.

    Boutique-Hotel im mongolischen Stil — Filzhüte, Kaschmir, Teppiche

  2. День 3

    Куобучи · Резеноут 库布齐沙漠·响沙湾

    Wüste · Singende Dünen

    Kubuqi (库布齐沙漠) — die siebtgrößte Wüste Chinas. Resonate Bay (响沙湾, „Singende Sande“) — 110 m hohe Dünen, die beim Abrutschen ein „Singen“ erzeugen. Tee-Picknick auf einer Düne bei Sonnenuntergang: Sutai-Tee im Samowar, Kamelmilch. Eine Kamelkarawane — Symbol der Großen Teestraße durch die Sande der Gobi.

    Zeltlager in der Wüste — Sternenhimmel, Sandgesang

  3. Дни 4–5

    Хайлар · Хулунбуир 海拉尔·呼伦贝尔大草原

    Endlose Steppen · Jurten

    Hulunbuir (呼伦贝尔大草原) — das größte Weidegebiet Chinas, so groß wie Großbritannien. Jurten ethnischer Mongolen — traditionelle Gastfreundschaft: drei Schalen Sutai-Tee (Höflichkeitsminimum), Lammfleisch, Milchprodukte. Der Hulun-See — „Grasmeer“. Herden von über 10.000 Schafen. Pferderennen und Bökh-Ringen. Vergleich: mongolischer Sutai-Tee gegen tibetischen Po Cha (Butter gegen Salz).

    Authentische Jurte einer Hirtenfamilie — Filz, Teppiche, Herdfeuer

  4. День 6

    Маньчжурия · Граница 满洲里·中俄边境

    Kjachta — Ende der Teestraße

    Manjur (满洲里) — Grenzstadt zu Russland, Endpunkt der Großen Teestraße. Hier verluden Shanxi-Händler 200 Jahre lang Ziegeltee auf russische Fuhrwerke bis Kjachta und von dort nach Moskau. Architektur: eine Mischung aus russischem Barock und mongolischer Kultur. Museum der Teestraße — Samoware, Teeziegel, Dokumente des Handelshauses Xiangshengchang. Verkostung: russischer Samowar-Tee gegen mongolischen Sutai-Tee — zwei Seiten eines Handels.

    Hotel im russisch-chinesischen Stil — Samoware in der Lobby

  5. День 7

    Хух-Хото · Финал 呼和浩特

    Große Moschee · Finale

    Große Moschee von Hohhot (清真大寺) — eine hui-chinesische Synthese mit Kuppel und Pagode. Letzte Teezeremonie: alle vier Stile der Inneren Mongolei — Sutai-Tee, Qingzhuan, Lama-Tee, Kjachtinsker russischer Tee. Einkauf von Ziegeltee und Bortsoki. Abschied — sain bain uu.

Planung

Anreise
Anreise nach Hohhot (HET) oder Hailar (HLD). Inlandsflug + Minibus durch die Steppen. Gesamtstrecke ~2500 km (riesige Provinz!). Manjur — Ende der Eisenbahnlinie.
Klima
Ausgeprägt kontinental. Sommer: 18–28°C (tagsüber heiß, nachts kühl). Winter: bis -30°C. Steppe: ständiger Wind. Optimal: Juni–September. Im Winter kann man die „Silberne Welt“ sehen, aber es ist sehr kalt.
Mitnehmen
Warme Jacke selbst im Sommer (Nacht in der Jurte ist kalt), Windjacke, Trekkingschuhe, Sonnenhut, SPF (Steppe = offene Sonne), Bargeld (in Jurten keine Terminals), Respekt vor lokalen Bräuchen (Jurte ist ein Heiligtum).
Tee kaufen
Ziegel-Qingzhuan: ab 50 ¥ pro Stück. Sutai-Tee-Sets (Tee + Trockenmilch + Salz): ab 80 ¥. Kurut und Bortsoki — nomadische Kost. Erdos-Kaschmir — Weltklasse. Silberne Teeschalen.